Der Rettungsschirm ist aufgespannt und…
Warum fällt der Euro jetzt trotzdem weiter?
Offen bleibt allerdings auch die Frage, warum der Euro im Anschluss an seinen schnellen Anstieg von 1,25 bis auf knapp 1,31 US-Dollar am Montag sofort wieder in den Sinkflug übergegangen ist?
Am späten Freitagnachmittag notierte er sogar unter 1,24 US-Dollar und damit tiefer als vor den Hilfsmaßnahmen – allen Ankündigungen weiterer Sparmaßnahmen von Spanien und Portugal zum Trotz.
Die harten Sparmaßnahmen in der Eurozone werden das Wirtschaftswachstum über Jahre hinweg belasteten . Sogar Deutschland beschließt ja Einsparmaßnahmen und verzichte auf Steuersenkungen. Entsprechend werden langfristige Marktteilnehmer ihr Euro-Engagement reduzieren.
Der Sparwille der EU-Mitglieder, allen vorran das “reiche” Deutschland, wird demnach vom Markt bestraft?
Belohnt wird stattdessen Wachstum auf Pump. Je mehr Schulden, desto besser?
Die Quittung der massiven Geldmengenausweitung dürfte irgendwann eine mindestens ebenso massive Inflation sein, was aber momentan niemanden zu interessieren scheint.
Bleibt nur zu hoffen, dass der Markt bald zur Vernunft kommt.
WAS bedeutet das nun für den EURO?
Aus charttechnischer Sicht besteht Hoffnung auf eine baldige Trendwende!
Das Vier-Jahres-Tief des Euro liegt bei 1,2327 US-Dollar (01.10.2008). Eine wichtige charttechnische Unterstützung ist also in Sicht. Gut möglich, dass in diesem Bereich das Tief markiert wird.
Hält diese Marke allerdings nicht, droht ein weiterer Absturz bis in den Bereich 1,16 US-Dollar… (Tief aus 2005)
Wir sind gespannt, wie der Markt in den kommenden Wochen auf die aktuelle Lage reagieren wird.
Bis Montag!
cu Roberto
